Laut Wikipedia kommt das Orangerote Habichtskraut hauptsächlich im Gebirge, also in hohen Lagen vor. Wie es zu uns in den Echten Norden gekommen ist, weiß ich nicht. Es war jedenfalls plötzlich da und fühlt sich sehr wohl. Denn jedes Jahr kommen weitere Pflanzen dazu.
Das Orangerote Habichtskraut (Pilosella aurantiaca, früher Hieracium aurantiacum) ist eine pflegeleichte, winterharte Staude, die für ihre leuchtend orangeroten Korbblüten bekannt ist. Es gehört zur Familie der Korbblütler. Es dient im Naturgarten als exzellente Bienenweide. [1]
Wichtigste Eigenschaften im Überblick
- Wuchs: Es wächst als mehrjähriger Bodendecker. Die Pflanze bildet oberirdische Ausläufer. Dadurch entstehen schnell dichte Pflanzenpolster.
- Blütezeit: Die feurigen Blüten erscheinen von Juni bis August.
- Höhe: Die behaarten Blütenstängel erreichen eine Höhe von 20 bis 40 Zentimetern.
- Standort: Die Pflanze bevorzugt vollsonnige bis halbschattige Plätze.
- Boden: Der Boden sollte mager, trocken bis mäßig feucht und gut durchlässig sein. Staunässe verträgt sie nicht. [2, 3]
Verwendung im Garten

- Einsatzbereiche: Perfekt für Steingärten, Trockenmauern, Dachbegrünungen oder magere Wildblumenwiesen.
- Ökologischer Wert: Die Blüten bieten reichlich Nektar und Pollen für Wildbienen, Schwebfliegen und Schmetterlinge.
- Ausbreitung: Durch die Ausläufer und Selbstaussaat vermehrt sich die Staude recht stark. Wenn der Wuchs zu dominant wird, lassen sich die Pflanzen im Frühjahr oder Herbst ganz einfach durch Abstechen begrenzen. [4]
Heilpflanze
Das Orangerote Habichtskraut gilt als traditionelle Heilpflanze der Volksmedizin, spielt in der modernen Schulmedizin oder Phytotherapie heute jedoch keine bedeutende Rolle mehr. [1, 2, 3]
In der Naturheilkunde nutzt man primär das nah verwandte Kleine Habichtskraut (Mausohr-Habichtskraut). Dem orangeroten Verwandten werden in Kräuterbüchern aber sehr ähnliche Eigenschaften zugeschrieben. [1, 2, 3, 4]
Wirkstoffe und Eigenschaften
Die Pflanze enthält unter anderem Gerbstoffe, Flavonoide, Bitterstoffe, Schleimstoffe und Cumarine. Diese Wirkstoffkombination sorgt für folgende Effekte: [5]
- Adstringierend (zusammenziehend): Hilft Gewebe zu straffen und leichte Blutungen zu stillen.
- Entzündungshemmend & Antibiotisch: Wirkt gegen Keime und beruhigt gereizte Schleimhäute.
- Harntreibend: Fördert die Durchspülung der Harnwege.
- Schleimlösend: Unterstützt das Abhusten. [1, 3, 4, 6, 7]
Traditionelle Anwendungsbereiche
In der historischen Volksheilkunde wurden Aufgüsse oder Extrakte für verschiedene Beschwerden genutzt: [3, 8]
- Mund und Rachen: Als Gurgellösung bei Entzündungen im Mundraum oder Halsschmerzen.
- Verdauung: Als bitterer Tee zur Linderung von Durchfall und leichten Magen-Darm-Beschwerden.
- Atemwege: Bei festsitzendem Husten, Grippe oder Bronchitis.
- Äußerlich: Abgekühlter Tee wurde früher für Umschläge zur Wundheilung oder als Augenspülung bei überanstrengten Augen eingesetzt. [3, 4, 5, 7, 9]
Hinweis: Die jungen, herb-bitteren Blätter und die süßlichen Blütenknospen sind zudem essbar und können frisch in Salaten oder Suppen verwendet werden. [9, 10]
Möchtest du wissen, wie man einen Tee aus den Blüten zubereitet, oder suchst du nach Informationen zu Sicherheits- und Verwechslungsgefahren bei der Ernte? [5, 10]
[6] https://curiousbynature.wordpress.com
[1] https://www.mein-schoener-garten.de
[3] https://www.garten-wissen.com
